Stadt Münster: AWM - MRA

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Standorte und Anlagen

Die mechanische Restabfallaufbereitungsanlage (MRA)

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Bis Ende 2016 wurden der Inhalt der Restabfalltonnen in dieser Anlage mechanisch sortiert und die organischen Abfälle vergoren.
Im Jahr 2016 wurde die Behandlungsanlage umgebaut. Der biologische Teil wurde vom mechanischen Teil getrennt. Nun werden alle organischen Abfälle aus den Biotonnen und die bei der Sperrgutabfuhr und auf den Recyclinghöfen gesammelten Grünabfälle in diesem biologischen Behandlungsteil (Biovergärungsanlage, BVA) vergoren.

Der "alte" mechanische Teil, die mechanische Restabfallaufbereitungsanlage (MRA), sortiert weiterhin aus den Restabfällen der Münsteraner noch vorhandene Wertstoffe aus, so dass diese stofflich bzw. als separierte Fraktion hochwertig energetisch (als Sekundärbrennstoff und damit ressourcenschonend) verwertet werden können.



Der erste Schritt: die mechanische Aufbereitung

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Sortieranlage

Was die Müllfahrzeuge eingesammelt haben, wird am Entsorgungszentrum vor dem Entladen gewogen. Große Störstoffe werden nach Sichtkontrolle aussortiert, der Rest kommt in den Vorzerkleinerer. Förderbänder transportieren das Material zur ersten Siebstufe. Alles unter 220 mm geht in die weitere Aufbereitung. Größeres fließt in den Annahmebereich zurück.
Der Materialstrom unter 220 mm gelangt in die zweite Siebtrommel, die Feingut unter 50 mm absiebt. Konservendosen, Getränkedeckel und Co. werden vom Metallabscheider aussortiert. Weiter geht’s in die Windsichtung. Leichtstoffe (Kunststoff und Papier) werden herausgepustet und per Luftkanal zur weiteren Aufbereitung transportiert.
Aus der Leichtfraktion werden nach der Windsichtung per Nahinfrarotspektroskopie verwertbare Kunststoff- und Papieranteile separiert.
Die Schwerfraktion passiert einen Metallabscheider und anschließend ein weiteres Nahinfraroterkennungssystem, womit weitere Kunststoffanteile und eine Holzfraktion separiert werden.
Aus dem Rest werden Nichteisenmetalle aussortiert. Eine Flächen- und Quellenabsaugung transportiert die im Behandlungsprozess entstehende verunreinigte Luft zum Staub- und Biofilter.
Die abgetrennten Wertstoffe (Metalle, Kunststoffe, Papier und Holz) werden stofflich bzw. hochwertig energetisch (als Sekundärbrennstoff) verwertet.


Was passiert mit den aussortierten Wertstoffen?

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Nach Abschluss der mechanischen Aufbereitung der Restabfälle sind aus einem ehemals inhomogenen Abfallgemisch sieben Fraktionen geworden. Die Wertstoffe Holz (ca. 5 %), Kunststoffe (ca. 12 %), Papier (ca. 2 %), eisenhaltige Metalle (ca. 3 %) und nichteisenhaltige Metalle (ca. 0,5 %) sowie eine Schwergutfraktion (ca. 20 %) und eine Feingut-Fraktion (ca. 50 %). Die Wertstoffe werden zur weiteren Verwertung ausgeschrieben und von den beauftragten Unternehmen stofflich bzw. hochwertig energetisch verwertet. Bei der stofflichen Verwertung werden aus den Abfällen Sekundärrohstoffe hergestellt. Die energetische Verwertung nutzt Abfälle mit hohem Heizwert zur Strom und Wärmeproduktion. Als so genannte Ersatzbrennstoffe ersetzen sie damit fossile Energieträger und tragen maßgeblich zum Ressourcenschutz bei. Schwer- und Feingutfraktion enthalten keine stofflich nutzbaren Wertstoffe mehr und werden als Ersatzbrennstoffe genutzt.

Das Verfahren der mechanischen Behandlung des Restabfalls ist ein zukunftsweisendes Verfahren, das durch die steigenden gesetzlichen Anforderungen an das Recycling national und international immer stärker an Bedeutung gewinnt. Die Möglichkeiten der stofflichen Verwertung erweitern sich, die Notwendigkeit wird aufgrund schwindender Ressourcen weiter wachsen und die Märkte sich entsprechend verändern. Ziel der AWM ist, den Anteil an separierten Wertstoffen aus dem Restabfall zukünftig zu erhöhen und Ersatzbrennstoffe nach den Vorgaben der Gütegemeinschaft Sekundärbrennstoffe und Recyclingholz e.V. zertifizieren zu lassen. Dazu werden sie das schon jetzt technisch sehr hochwertige Verfahren der mechanischen Abfallbehandlung weiter optimieren.


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Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten

Abfallwirtschaftsbetriebe

Tel. 02 51/60 52 53
Fax 02 51/60 52 48

Die AWM sind zertifiziert: