Verpackungen einsparen

Nachhaltige Produkte
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Verpackungsfreies Einkaufen

In immer mehr Geschäften finden Sie Abteilungen, in denen Lebensmittel, Kosmetika und Co. verpackungsfrei erhältlich sind. Auch auf dem Markt ist verpackungsfreies Einkaufen unkompliziert: Vieles auf dem Markt ist schon von Natur aus fein in Schale verpackt und Obst und Gemüse hier lose einzukaufen spart richtig Plastikabfall. Im Idealfall bringen Sie dafür eigene saubere Behälter mit – zumeist werden aber auch wiederverwendbare Verpackungen zum Kauf vor Ort angeboten. Die können dann beim nächsten Einkauf direkt wieder mitgebracht werden. Unsere "Münster für Mehrweg" Schilder zeigen, an welchem Stand Sie verpackungsfrei einkaufen können.

Nach- und Wiederbefüllen

Auch bei Haushaltsprodukten, Kosmetikartikeln und Co. kann viel Abfall gespart werden. Kaufen Sie Nachfüllpackungen und Nachfüllartikel oder nutzen Angebote zur Wiederbefüllung, z. B. für Tintenpatronen und Toner oder Spülmittel. Neben Unverpackt-Läden und ausgewählten Drogeriemärkten bieten z. B. auch immer mehr Friseursalons in Münster das Nachfüllen von dort gekauften Shampoo-Flaschen an – einfach beim nächsten Friseurbesuch nachfragen und so Verpackungsabfall sparen.

Mehrweg- und Pfandsysteme

Wer keine Zeit für ein Heißgetränk vor Ort hat, bekommt in vielen Betrieben in Münster bereits einen Preisnachlass für das Mitbringen eines eigenen Mehrwegbechers. Einige setzen auch bereits auf das Glas-Mehrwegsystem "Glas? Klar!" An vielen Refill-Stationen in Münster können Sie Ihre mitgebrachten Behälter und Trinkflaschen kostenfrei mit Leitungswasser auffüllen lassen. Mehr über praktische Mehrweglösungen in Münster erfahren Sie unter:
Münster für Mehrweg

Sie planen eine Veranstaltung? Testen Sie doch mal das Spülmobil:
www.spuelmobil-muenster.de

Glas-Mehrwegsystem im Alltag

Münster für Mehrweg

Mit der Initiative "Münster für Mehrweg" stärken wir das Bewusstsein für Mehrweglösungen im Alltag, geben Handlungsimpulse und schenken lokalen Akteurinnen, Akteuren und Initiativen, die sich für das Thema Mehrweg statt Einweg engagieren, die verdiente Aufmerksamkeit und bauen gemeinsam starke Netzwerke auf. Einige Projekte wie zum Beispiel die Kennzeichnung der Stände auf dem Wochenmarkt, die Mehrweglösungen anbieten, haben wir schon umgesetzt.
Mehr über "Münster für Mehrweg" erfahren

So wirken Sie mit

  • Haben Sie unterwegs immer Ihren eigenen Mehrwegbeutel und eigenes Mehrwegbesteck dabei.
  • Schauen Sie nach Produkten, die möglichst wenig verpackt sind, und meiden Sie mehrfach Verpacktes, z. B. bei Süßigkeiten oder Taschentüchern.
  • Trockene Produkte benötigen im Gegensatz zu flüssigen Produkten häufig nur Pappe oder gar keine Verpackung. Wählen Sie vorzugsweise festes Shampoo, Duschseifen oder Waschpulver.
  • Selbst Mehrweggeschirr ist nicht immer nötig. Für die Wurst vom Grill eignet sich zum Beispiel auch ein leckeres Brötchen als „natürliche“ Verpackung.
  • Wenn Sie ein Produkt oder Lebensmittel sofort verzehren möchten, können Sie ganz leicht auf die Tüte und Einwegverpackung verzichten, zum Beispiel beim Mittagsnack aus der Bäckerei.
  • Kaufen Sie Produkte wie Joghurt oder Getränke immer im Mehrwegsystem.
  • Verzichten Sie auf Fertiggerichte. Kochen Sie frisch, das spart Verpackungsabfall und ist meist auch gesünder.
  • Trinken Sie Leitungswasser und Tees. Damit sparen Sie neben den Flaschen nicht zuletzt auch den aufwändigen Transport ein.
  • Sammeln Sie Drahtverschlüsse, Gummiringe und Co. von gekauften Produkten und verwenden Sie diese wieder.
  • Nutzen Sie Umverpackungen weiter, zum Beispiel die Verpackung des Toilettenpapiers als Abfallbeutel.
  • Geschenke kann man häufig ohne Geschenkpapier kreativ verpacken, Geschenktüten gut zum Weiterverschenken nutzen.

Der Selbsttest: Wie praktisch ist Mehrweg?

Jonah H., Schüler aus Münster, hat den Selbsttest gemacht und einen Tag nur Mehrweg genutzt. Er verrät uns wie es lief:

"Abfall einsparen? Eigentlich ganz einfach. Ich muss aber zugeben, dass ich bisher auch mal ganz bequem auf den Pappbecher für den schnellen Kaffee zwischendurch zurückgreife oder das Brötchen dann doch in der Wegwerftüte landet. Schaff ich‘s auch anders? Ich mache den Selbsttest und verzichte einen Tag lang auf überflüssige Verpackungen.

 

 

 

 

 

 

Morgens

Frühstück! Bevor ich zum Brötchenholen aus der Tür schlüpfe, fällt mir zum Glück mein Leinenbeutel ein. Mein Bäcker kennt das schon und packt alles selbstverständlich in meinen Beutel. Läuft doch! Feiner Nebeneffekt: Die restlichen Brötchen lasse ich einfach drin, so bleibt alles länger frisch.

Mittags

Das Wetter ist ein Traum, also nach dem Essen heißt‘s: Raus mit dem Kaffee an den Aasee. Mein Thermo-Kaffeebecher ist dabei und wird frisch aufgefüllt. Ist auch irgendwie stilvoller als aus dem Pappbecher.

Nachmittags

Einkaufen: Ich gehe gut gerüstet in den Supermarkt um die Ecke. Mit einem Netz fürs Obst und einem Behälter für den Käse von der Theke. Sensibilisiert, wie ich bin, nehme ich auch gleich die Milch in der Glasflasche – Mehrwegtag!

Abends

Heute hatte in der Familie keiner Zeit zum Kochen. Da hole ich mal gebratene asiatische Nudeln für alle. Aber wie kriege ich die ohne Verpackung nach Hause? Trick 17: Ich nehme unseren großen Kochtopf mit und lasse uns die Portionen beim Imbiss einfüllen. So viel Nudeln gab‘s noch nie fürs Geld und das Teilen hat auch noch Spaß gemacht!

Fazit: Man kann im Alltag auf viele Verpackungen ganz einfach verzichten. Auch wenn es nicht ganz offensichtlich angeboten wird, lohnt es sich oft, einfach nachzufragen! Es braucht nur ein wenig Umdenken und Vorbereitung, dann klappt‘s super und hat auch noch schöne Nebeneffekte. Ich werd‘ so viel wie möglich weiter umsetzen und zum Beispiel auch mal einen 'Unverpackt-Laden' ausprobieren. Daumen hoch!"