Neue Kampagne für mehr Stadtsauberkeit startet
Mit Beginn der Freiluftsaison am 1. Mai starten wir eine neue Kampagne für mehr Stadtsauberkeit. Sie soll zum einen Menschen, die an beliebten Treffpunkten wie dem Aasee, in Parks oder am Kanal feiern, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen sensibilisieren. Allein auf den stark frequentierten Aaseewiesen haben wir im vergangenen Jahr nach dem 1. Mai rund 3,2 Tonnen Abfall eingesammelt.
Zum anderen rückt unsere Kampagne illegale Abfallablagerungen im gesamten Stadtgebiet in den Fokus. „Wir verdeutlichen damit einmal mehr, dass Stadtsauberkeit Gemeinschaftsaufgabe ist und nur im Zusammenspiel aller gelingen kann“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas ergänzt: „Die Kampagne ergänzt bestehende Maßnahmen. Von der Abfallentsorgung über Aufklärung bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement für mehr Sauberkeit im Alltag.“
Jüngere Menschen als Zielgruppe
Unsere neue Stadtsauberkeitskampagne verbindet zwei Ansätze. Unter dem Titel “Party hard clean smart”, also ausgelassen feiern und anschließend verantwortungsvoll aufräumen, sprechen wir insbesondere jüngere Menschen an. Dieser Kampagnenteil wurde in Zusammenarbeit mit Studierenden der Münster School of Design der FH Münster entwickelt. „Also von jungen Menschen, die ihre eigene Zielgruppe am besten kennen“, betont Christian Wedding, kaufmännischer Betriebsleiter der awm.
Unter Begleitung von Dipl.-Designer Paul Bičište von der FH Münster und unserer awm-Projektmanagerin Svenja Möller entwickelten die Studierenden unter anderem eine Plakatreihe und Social-Media-Ideen. So sollen jüngere Menschen für den richtigen Umgang mit Party-Abfällen im öffentlichen Raum sensibilisiert werden.
„Die Motive haben wir bei einem Fotoshooting am Aasee in der Nacht auf den 2. Mai entwickelt. Die vermüllten Aaseewiesen waren für uns ein erschreckendes Bild und gleichzeitig Inspiration“, sagt Studentin Fabienne Schira. Aus den Eindrücken sind Slogans wie „Spaßgetränk leer? Der Aasee verdient mehr.“ und „Deine Schnapsidee liegt noch am Ufer.“ entstanden.
Illegale Abfallablagerungen im Fokus
Der zweite Ansatz unserer Kampagne richtet sich gegen illegale Abfallablagerungen im Stadtgebiet. In den vergangenen beiden Jahren wurden uns über den Mängelmelder der Stadt sowie den Kommunalen Ordnungsdienst rund 6.500 Fälle gemeldet. Dabei geht es unter anderem um falsch herausgestelltes Sperrgut sowie Autoreifen oder Elektrogeräte, die unerlaubt abgestellt werden. Für uns bedeutet dies regelmäßig zusätzlichen Aufwand und zusätzliche Kosten.
Unter dem Motto „Ernsthaft?“ sprechen wir die gesamte Stadtgesellschaft an. Die Kampagne wird über Plakate, Social Media, Fahrzeugbeschriftungen und Radiospots verbreitet. Ziel ist es, über richtige Entsorgung aufzuklären und illegale Ablagerungen zu vermeiden. „Wir informieren und zeigen gleichzeitig konkrete Handlungsmöglichkeiten für mehr Sauberkeit im Alltag auf“, erklärt awm-Sprecherin Manuela Feldkamp-Bode.
Die Kampagne ist ein Baustein weiterer Maßnahmen für mehr Stadtsauberkeit in Münster. Dazu gehören unter anderem unser Service- und Leistungsangebot zur einfachen und richtigen Entsorgung von Abfällen, eine Aktion zur Entfernung von Schrotträdern gemeinsam mit dem Ordnungsamt sowie die Frühjahrsputzaktion „Sauberes Münster“ mit jährlich rund 16.000 Teilnehmenden. Rund 1.100 Menschen engagieren sich mit unserer Unterstützung als Sauberkeitspatinnen und Sauberkeitspaten.
In Kürze starten zudem Maßnahmen des Nachtbürgermeister-Teams sowie der Gastronomie. Sie richten sich gegen Partyabfälle in stark frequentierten Bereichen der Altstadt.
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