Stadt Münster: AWM - Nicht im Sinne der Steuerzahler

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Nicht im Sinne der Steuerzahler

Gebühren (Symbolbild)

AWM kritisieren Abfallgebührenvergleich des Bundes der Steuerzahler NRW / Viele zusätzliche Leistungen in Münster bereits in Gebühren enthalten

Der Großteil der Vier-Personen-Haushalte in Münster hat lediglich eine 60-Liter-Restmülltonne und eine 35-Liter-Biotonne. Die Biotonne wird zudem nicht alle 14 Tage, sondern - um insbesondere im Sommer Geruchs- und Madenbildung zu reduzieren - wöchentlich abgefahren. Patrick Hasenkamp, Betriebsleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) kommt deshalb auch in diesem Jahr wieder zu dem gleichen Schluss: "Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Besonders kritisch ist darüber hinaus zu bewerten, dass die auf gesetzlicher Grundlage festgesetzte Priorität der Abfallvermeidung beim Bund der Steuerzahler keine Rolle zu spielen scheint."

Münster bietet zum Beispiel mit der 60-Liter-Restmülltonne einen Anreiz zur Abfallvermeidung. "Dass die Vier-Personen-Haushalte in Münster im Großteil lediglich 60-Liter-Restabfalltonnen benötigen, zeigt, dass sich die Einwohnerschaft abfallsparend verhält", so Hasenkamp. Auf die zahlreichen - in den Abfallgebühren in Münster bereits enthaltenen - Zusatzleistungen geht der Bund der Steuerzahler NRW auch in diesem Jahr nicht ein. Von der monatlichen Sperrgut- und Grüngutabfuhr über die gebührenfreie Papiertonne bis zu einem sehr dichten Netz von elf Recyclinghöfen bieten die AWM den Münsteranerinnen und Münsteranern alle Möglichkeiten, umweltbewusst zu agieren. Nachbarschaftstonnen, Möglichkeiten der Eigenkompostierung, Abschläge für Ein-Personen-Haushalte - die so genannte virtuelle Nachbarschaftstonne - all diese Angebote macht Münster schon viele Jahre.

"Dass der Bund der Steuerzahler solche Angebote jetzt in einer Presseinformation zum Abfallgebührenvergleich als Tipps zum Gebührensparen nennt, ist löblich. Fair wäre nur der Hinweis gewesen, dass wir all diese Bausteine in Münster schon viele Jahre anbieten", unterstreicht Hasenkamp. Auch das Münster bei Berücksichtigung aller Faktoren mit einem Wert von 232,44 Euro für eine durchschnittliche Vier-köpfige-Familie im Mittelfeld des Gebührenvergleiches liegen würde, findet in dem Vergleich keine Erwähnung. "Das ist ganz sicher nicht im Sinne der Steuerzahler", so das Fazit von Patrick Hasenkamp.


 

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