Stadt Münster: AWM - Einführung der Wertstofftonne

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Einführung der Wertstofftonne

Wertstofftonne löst 2020 den Gelben Sack ab

Abfalltonne mit Aufkleber 'Wertstoffe'

Die Wertstofftonne wird zum 1. Januar 2020 den Gelben Sack im gesamten Stadtgebiet ablösen. Neben Verpackungen, die bisher im Gelben Sack gesammelt wurden, können dann auch sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen über eine Tonne gemeinsam entsorgt werden. Die Unterscheidung und Ungleichbehandlung bei der Entsorgung zwischen Verpackung und Nicht-Verpackung ist hinfällig.
Über die Wertstofftonne können z. B. Kunststoffe wie Gießkannen, Klappkisten und Kinderspielzeug oder Metalle wie Töpfe und Pfannen oder Werkzeuge entsorgt werden, die für den Gelben Sack tabu sind. Damit wird die Abfalltrennung für die Bürgerinnen und Bürger Münsters einfacher und ökologischer.
Die Wertstofftonne wird es in den Größen 120, 240, 660 und 1100 Liter geben und eine minimale Gebührenerhöhung von 2,50 bis 3 € pro Einwohner und Jahr mit sich bringen. Auch der 14-tägige Abfuhrrhythmus wird beibehalten.


1. Müssen alle Haushalte in Münster die Wertstofftonne nutzen?

Die Wertstofftonne (bzw. in eng definierten Ausnahmefällen der Wertstoffsack, siehe Frage 6) ist das von der Stadt Münster festgelegte Sammelsystem, das für die Erfassung von gebrauchten Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen vorgegeben wird. Stoffgleiche Nichtverpackungen und Verpackungen dürfen weder der Restabfall-, noch der Bio- oder der Papiertonne zugeführt werden. Übergangsweise, bis sich das System etabliert hat, können diese Fraktionen auch zu den Recyclinghöfen gebracht werden. Andererseits gehören keine anderen Fraktionen als stoffgleiche Nichtverpackungen und Verpackungen in die Wertstofftonne.

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2. Was gehört in die Wertstofftonne?

Verpackungen, wie

  • Aufschnittfolien, Frischhaltefolien
  • Kunststoffflaschen, von z. B. Weichspüler, Waschmittel
  • Joghurtbecher
  • Milch- und Saftkartons
  • Konservendosen
  • Plastiktüten
  • Tiefkühlverpackungen (beschichtet)

Kunststoffe, wie

  • Eimer
  • Gießkannen
  • Kanister
  • Kunststoffschüsseln
  • Klappkisten
  • Spielzeuge

Metalle, wie

  • Aluminiumfolien und -schalen
  • Bestecke
  • Dosen
  • Töpfe und Pfannen
  • Scheren, Werkzeuge
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3. Was gehört nicht in die Wertstofftonne?

  • holzige Materialien
  • Textilien
  • CDs, DVDs
  • Elektrogeräte
  • Altbatterien
  • schadstoffhaltige Füllgüter (z. B. entleerte Farb- oder Lackdosen)
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4. Wieso ist die Wertstofftonne komfortabler als der Gelbe Sack?

Die Wertstofftonne bringt viele Vorteile: Bürgerinnen und Bürger müssten zur Entsorgung stoffgleicher Nichtverpackungen zukünftig nicht mehr extra zum Recyclinghof fahren. Anders als der Gelbe Sack kann die Wertstofftonne nicht reißen, nicht wegwehen oder von Tieren zerfetzt werden, der Abfall bleibt dort, wo er hingehört: In der Tonne.

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5. Welches Volumen wird meine Wertstofftonne haben?

Orientiert an dem Volumen Ihrer Restmülltonne gelten folgende grundsätzliche Regelungen:
Wer eine Restmülltonne mit einem Volumen von bis zu 90 Liter hat, bekommt eine 120 Liter Wertstofftonne. Wer eine Restmülltonne ab 120 Liter hat, bekommt eine Wertstofftonne mit einem Volumen von mindestens 240 Liter. Es ist aber selbstverständlich möglich, bei Bedarf eine größere Tonne zu erhalten. Für den Tausch fallen keine Kosten an.

Zur Verfügung stehende Größen:
Die Wertstofftonnen haben ein Volumen von 120 l, 240 l, 660 l und 1.100 l. Anpassungen der aufgestellten Gefäße sind in Absprache mit dem Grundstückseigentümer möglich.

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6. Was ist, wenn es erhebliche Stellplatzprobleme gibt?

Neben der Restmüll-, Bio- und Papiertonne eine vierte Tonne – in eng bebauten Gebieten sind Stellplatzprobleme eventuell nicht vermeidbar. Eine Lösung kann die Nachbarschaftstonne sein, d. h. mehrere Personen nutzen ein Gefäß. Oder, in besonders eng definierten Ausnahmefällen, kann nach Prüfung durch die AWM die Sammlung über Wertstoffsäcke erfolgen.

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7. Wann werden die Wertstofftonnen aufgestellt? Wie wird informiert?

Ende 2019/Anfang 2020 werden stadtweit die Wertstofftonnen aufgestellt. Vorab, voraussichtlich im Herbst 2019, erhalten alle Eigentümer/innen ein Schreiben mit allen wichtigen Informationen.

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8. Werden sich die Abfallgebühren erhöhen?

Die Wiederverwertung von Wertstoffen bringt den AWM Erlöse ein, die direkt in die Gebührenkalkulation einfließen. Gleichzeitig bringen die Anschaffung der Tonnen und der Mehraufwand bei der Abfuhr Kosten mit sich. Die Wertstofftonne wird deshalb voraussichtlich eine minimale Gebührenerhöhung mit sich bringen. Auszugehen ist von rund 2,50 bis 3 Euro pro Einwohner/Jahr.

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9. Was ist, wenn meine Wertstofftonne ausnahmsweise nicht ausreicht?

Wenn einmal ungewöhnlich viel  Verpackungsabfälle entsorgt werden müssen, z. B. nach einer Party, gibt es die Möglichkeit, die Verpackungsabfälle/stoffgleichen Nichtverpackungen an unseren Recyclinghöfen zu entsorgen. Wir möchten Sie allerdings darauf hinweisen, dass diese Möglichkeit nur außer der Reihe in Anspruch genommen werden soll.

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10. Warum sind die AWM nicht für alle Wertstofftonnen in Münster zuständig?

Stadtkarte

Stadtbezirke in Zuständigkeit der AWM

Die Zuständigkeit für die Sammlung und Verwertung der Wertstoffe liegt nicht allein in der Hand der Stadt Münster. Die AWM als kommunaler Entsorger der Stadt Münster sind zuständig für die stoffgleichen Nichtverpackungen, die über die Wertstofftonne entsorgt werden. Die Dualen Systeme sind zuständig für die Verkaufsverpackungen, die jetzt ebenfalls über die Wertstofftonne entsorgt werden. Dementsprechend haben sich die Stadt Münster und die Dualen Systeme für ein Gebietsteilungsmodell entschieden.
Der gewichtsmäßige Anteil an stoffgleichen Nichtverpackungen, die insgesamt in allen Wertstofftonnen in Münster entsorgt werden, wurde mit 22 Prozent berechnet. Der gewichtsmäßige Anteil der Verkaufsverpackungen beträgt folglich 78 Prozent. Entsprechend dieses Aufteilungsschlüssels haben die Stadt Münster und die Dualen Systeme für den kommenden Ausschreibungszeitraum vom 1.1.2020 bis 31.12. 2022 folgende Gebietsaufteilung abgestimmt:

Die in der Karte markierten Bereiche liegen in der Zuständigkeit der AWM als kommunaler Entsorger in Münster.

  • Altstadt
  • Innenstadtring
  • Aaseestadt

Die Dualen Systeme sind für alle weiteren Stadtbezirke und Stadtteile in Münster zuständig:

  • Geist
  • Schützenhof
  • Düesberg
  • Mitte-Nordost
  • Münster-West
  • Münster-Nord
  • Münster-Ost
  • Münster-Südost
  • Münster-Hiltrup

Die Dualen Systeme schreiben die Erfassung und Verwertung für die in ihrer Zuständigkeit liegenden Bereiche (wie bis dato auch für die Gelben Säcke) aus. Die Ausschreibung läuft bis Mitte Juli 2019. Die Stadt Münster wird sich, ebenso wie private Unternehmen, an dieser Ausschreibung beteiligen. Den Zuschlag bekommt der günstigste Anbieter. 
Konkret heißt das: Es steht fest, dass die in der Karte zu sehenden Stadtbezirke Altstadt, Innenstadtring und Aaseestadt in der Zuständigkeit der AWM liegen. Wer für die weiteren Stadtbezirke zuständig sein wird, entscheidet sich, wenn die Ausschreibung abgeschlossen ist. Also voraussichtlich Ende Juli 2019.

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11. Warum eigentlich eine Wertstofftonne?

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Wenn aber Abfälle anfallen, müssen die unterschiedlichen Materialien – für eine optimale Verwertung und effektiven Ressourcenschutz – getrennt erfasst werden. Festgelegt ist diese Verpflichtung in der EU-Abfallrahmenrichtlinie und dem Kreislaufwirtschaftsgesetz. Für die Sammlung von Verkaufsverpackungen wünschen sich viele Münsteraner/innen und die Politik seit Jahren, dass der instabile und unkomfortable Gelbe Sack durch eine Tonne abgelöst wird. Möglichst sogar durch eine Tonne, in der neben den Verpackungen auch so genannte stoffgleiche Nichtverpackungen (z. B. Kunststoffschüssel, Aluminiumtopf etc.) entsorgt werden können. So wird eine ökologische Abfalltrennung einfacher und logischer. Umfragen und das Pilotprojekt, das seit 2012 in den Stadtteilen Hiltrup und Teilen von Kinderhaus und Gievenbeck erfolgreich durchgeführt wird, belegen eine hohe Akzeptanz der Wertstofftonne bei den Menschen in Münster.

Die AWM/Stadt Münster (als kommunaler Entsorger zuständig für die Sammlung und Verwertung stoffgleicher Nichtverpackungen) hatten bereits einige Jahre Verhandlungen mit den Dualen Systemen (zuständig für die Sammlung und Verwertung von Verkaufsverpackungen) geführt, um den Wunsch nach der stadtweiten Einführung der Wertstofftonne in Münster umzusetzen. Eine Einigung war über Jahre nicht möglich, da die Dualen Systeme sich nicht damit einverstanden waren, dass die in Münster geltenden Standards hinsichtlich Tonnengröße und Abfuhrrhythmus für die Wertstofftonne übernommen werden. Für die Stadt Münster war die Anpassung an die bestehenden Standards im Sinne der Bürgerinnen und Bürger aber unbedingte Voraussetzung.

Das seit Anfang 2019 geltende Verpackungsgesetz eröffnet den Kommunen die Möglichkeit, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Vorgaben zum Sammelsystem für Verkaufsverpackungen (die bislang in Münster über den Gelben Sack entsorgt werden) festzulegen.
Die Stadt Münster und die Dualen Systeme haben sich jetzt nicht nur geeinigt, dass es eine Tonne für Verkaufsverpackungen, sondern eine Tonne für Verkaufsverpackungen und so genannte stoffgleiche Nichtverpackungen geben wird: Die Wertstofftonne. Tonnengröße und Abfuhrrhythmus sind an die in Münster bestehenden Standards angepasst.


 

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