Stadt Münster: AWM - Die "Aktion Biotonne" geht weiter: Stichpunktartige Kontrollen

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Die "Aktion Biotonne" geht weiter: Stichpunktartige Kontrollen

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Die Gelbe Karte für Störstoffe in der Biotonne

Ab dem 19. November kontrollieren wir die Biotonnen und setzen damit den nächsten Baustein der Kampagne "Aktion Biotonne Münster" um. Das Prinzip ist denkbar einfach: Enthält eine Biotonne Störstoffe wie zum Beispiel Plastiktüten, kompostierbare Folienbeutel, Glas oder Metall, bekommt sie bei der ersten Kontrolle die Gelbe Karte (Anhänger), wird aber noch geleert. Befinden sich in dieser Tonne bei der zweiten Kontrolle erneut Störstoffe, gibt's die Rote Karte und die Tonne bleibt stehen. In besonderen Härtefällen passiert das auch schon bei der ersten Kontrolle, und zwar dann, wenn die Biotonne komplett falsch befüllt ist oder Problemabfälle wie Öldosen oder Haarsprayflaschen enthält.

In einer Auftaktphase von drei Monaten wollen wir erste Erfahrungen mit dem Konzept der Biotonnenkontrollen sammeln. Sukzessive wird es aber in allen rund 80 Biotonnenrevieren Kontrollen in unregelmäßigen Abständen geben.

Hintergrund: Im August 2017 haben wir die "Aktion Biotonne Münster" mit einer umfangreichen Informations- und Motivationskampagne gestartet und darauf aufmerksam gemacht, dass rund 80 Prozent der Biotonnen in Münster Störstoffe enthalten. Im Großteil Plastiktüten oder kompostierbare Folienbeutel, aber auch Kunststoffeimer, Glasflaschen, Steine oder sogar Problemabfälle wie Farbeimer waren dabei. Im Fokus der Kampagne standen zunächst die Plastiktüten und die kompostierbaren Folienbeutel.
Eine von uns bei der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Auftrag gegebene repräsentative Bürgerumfrage zeigt, dass die Kampagne wirkt: Ende 2016 wussten 73,3 Prozent der Befragten nicht, dass kompostierbare Folienbeutel nicht in die Biotonne geworfen werden dürfen. Ende 2017, nach einem halben Jahr Laufzeit der Kampagne, waren es nur noch 26,7 Prozent. Die Fachhochschule Münster hat im Auftrag der AWM Störstoffanalysen durchgeführt. Das Ergebnis: Die Störstoffmenge ist von insgesamt 3,5 Prozent (Gewichtsprozent) auf 1,9 Prozent gesunken, der Folienanteil – Plastiktüten und kompostierbare Folienbeutel – hat sich halbiert. Der Anteil an Glas und sonstigen Störstoffen schwankt zwar, hat sich aber nicht wesentlich verändert.

Damit wir die Qualität des aus dem Bioabfall entstehenden Komposts aufrecht erhalten können, muss unser Ziel die komplett störstofffreie Biotonne sein. Mit den Biotonnenkontrollen setzen wir dazu den nächsten Baustein ein.

Viele Münsteranerinnen und Münsteraner trennen schon richtig und tragen so maßgeblich dazu bei, dass wir aus den gesammelten Bio- und Grünabfällen Kompost mit Gütesiegel herstellen können. Dafür bedanken wir uns ausdrücklich. Jetzt gilt es auch die zu erreichen, die hier noch Nachholbedarf haben. Übrigens:  Oft haben wir von Bürgerinnen und Bürger bereits zum Start der Kampagne den Wunsch gehört, dass wir die Biotonnen kontrollieren sollen.

Für Fragen steht unser AWM-Kundenservice unter der Tel. 60 52 53 bereit.



 

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