Stadt Münster: AWM - Restabfallverwertung: Twence verarbeitet Sortierreste aus Münster

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Restabfallverwertung: Twence verarbeitet Sortierreste aus Münster

Die Anlage in Twence – am 2. Januar ist die erste Lieferung von Sortierresten aus der Restabfallbehandlungsanlage Münster erfolgt

Die Anlage in Twence

Längerfristige Euregio-Zusammenarbeit denkbar

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) arbeiten seit dem Jahreswechsel mit der niederländischen Twence Holding B.V. zusammen. Das Unternehmen mit Sitz in Hengelo und in Trägerschaft von 15 niederländischen Gemeinden ist spezialisiert auf die Verwertung von Rohstoffen sowie die Erzeugung von Energie aus Abfall. Im Zuge einer Ausschreibung hat es den Auftrag für die Verwertung von Sortierresten aus der Restabfallbehandlungsanlage der Stadt Münster erhalten. Die Zusammenarbeit läuft zunächst über zwei Monate. „Ausgeschrieben ist die Leistung für einen Zeitraum von einem Jahr mit der Option einer einjährigen Verlängerung. Aktuell sind aber aufgrund einer Rüge eines unterlegenen Wettbewerbers noch einzelne vergaberechtliche Fragen zu klären“, erklärt AWM-Betriebsleiter Patrick Hasenkamp.   

Bis Ende 2016 wurden die Sortierreste aus dem Restabfall der Münsteraner – also das nach der mechanischen Aufbereitung nicht weiter stofflich zu verwertende Material –  über Anlagen in Nordrhein-Westfalen energetisch verwertet. „Da war die Entfernung zu den entsprechenden Anlagen größer, als sie jetzt mit den nur rund 60 km bis zur Twence ist“, betont Hasenkamp den Vorteil der Nähe im Euregio-Bereich. Die Euregio ist ein Zusammenschluss aus 129 deutschen (auch der Stadt Münster) und niederländischen Gemeinden und (Land-)Kreisen. Ziel ist die Förderung und Stärkung eines gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraums.   

Eine längerfristige Zusammenarbeit der AWM mit der Twence wäre ein bedeutender Schritt in Richtung regionaler Kooperation. Diese Zukunftsperspektive wird auch vom Betriebsausschuss der AWM begrüßt. „Da unsere Abfallwirtschaftskonzepte sehr ähnlich sind, können Synergien zukunftsweisend genutzt werden. Das ist gleichermaßen ökonomisch wie gesamtökologisch sinnvoll. Eine längerfristige grenzüberschreitende Kooperation würde stark dazu beitragen, eine nachhaltige und gemeinsame Ressourcenwirtschaft im Euregio-Bereich zu schaffen“, so Ludger Steinmann, Vorsitzender des Betriebsausschusses.  


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