Stadt Münster: AWM - Mechanische Restabfallbehandlung sinnvoll und zukunftsweisend

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Mechanische Restabfallbehandlung sinnvoll und zukunftsweisend

Art der Verwertung der Abfallfraktionen abhängig von Marktlage

In Münster wurden früh die Weichen dafür gestellt, dass sich die Entsorgungswirtschaft zu einer ressourcenorientierten und zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft entwickelt. Die Entscheidung für eine Anlage zur mechanisch-biologischen Vorbehandlung der Restabfälle im Jahr 2003 war dabei maßgeblich. Im Juni 2016 ist der Betrieb dieser Anlage von der Firma Remondis auf die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster übergangen. Auf Empfehlung des Öko-Instituts Darmstadt und eines interfraktionellen Arbeitskreises wurde die Anlage umgebaut. Sortierreste, die nach dem Abtrennen von Wertstoffen (Metallen, Kunststoffen, Papier, Holz) übrig bleiben, werden nicht mehr biologisch vorbehandelt und deponiert, sondern in eine möglichst hochwertige thermische Verwertung gegeben. Aktuell ist die niederländische Twence B.V. damit beauftragt.

Die abgetrennten Wertstoffe (Metalle, Kunststoffe, Papier und Holz) werden zur weiteren Verwertung ausgeschrieben. Das war zu Zeiten, als Remondis die Anlage betrieben hat, nicht anders. Ob die Fraktionen von den beauftragten Unternehmen stofflich oder energetisch verwertet werden, entscheidet die Marktlage. Entsprechend werden Metalle aktuell stofflich, Papier, Kunststoffe und Holz noch zu großen Teilen hochwertig energetisch verwertet.

Lohnt sich die Abtrennung der Wertstoffe durch aufwändige mechanische Sortierung dann überhaupt? Die Antwort ist: Ja, und sie ist zukunftsweisend. Papier, Holz und Kunststoffe haben in der energetischen Verwertung als getrennte Fraktionen einen weitaus höheren Heizwert als es ein nicht vorbehandeltes inhomogenes Abfallgemisch hätte und werden so anstelle von herkömmlichen fossilen Energieträgern ressourcenschonend zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Würde der Restabfall in Münster stattdessen als inhomogenes Abfallgemisch in die Verbrennung gehen und auf die mechanische Vorbehandlung verzichtet werden, wäre das heute vielleicht etwas günstiger. Zukunftsfähig aber nicht.

Das Verfahren der mechanischen Behandlung des Restabfalls gewinnt durch die steigenden gesetzlichen Anforderungen an das Recycling national und international immer stärker an Bedeutung. Die Möglichkeiten der stofflichen Verwertung erweitern sich, die Notwendigkeit wird aufgrund schwindender Ressourcen weiter wachsen und  die Märkte sich entsprechend verändern.

Die Stadt Münster ist auf diese Entwicklungen und Anforderungen mit ihrem Abfallwirtschaftskonzept vorbereitet und hat die Weichen gestellt für weitere Entwicklungen, die eine kontinuierlich ökologische und ökonomische Abfallwirtschaft sicherstellen. Die mechanische Restabfallbehandlung ist dabei jetzt und für die Zukunft ein wichtiger Baustein. Ziel ist u.a., den Anteil an separierten Wertstoffen aus dem Restabfall weiter zu erhöhen. Dazu werden die AWM das schon jetzt technisch sehr hochwertige Verfahren der mechanischen Abfallbehandlung weiter optimieren.

Unser Ziel ist es, über eine längerfristige Kooperation mit der Twence eine nachhaltige und gemeinsame Ressourcenwirtschaft im Euregio-Bereich zu schaffen. Die Abfallwirtschaftskonzepte der Stadt Münster und der Twence sind sich sehr ähnlich, Synergien könnten mit ökonomischem und gesamtökologischem Mehrwert genutzt werden.

 

 


 

Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10
48155 Münster

Tel. 02 51/60 52 53
Fax 02 51/60 52 48

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Freitag 8-16 Uhr

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